Montag, 21. September 2009

Zwiespalt der Gefühle

So langsam endet meine Zeit hier in Berlin gemeinsam mit dem Praktikum und ich merke, wie es mich auch schon wieder zum Studium zieht. Gleichzeitig jedoch fühle ich, wie mir einiges hier fehlen wird. Nicht nur die Stadt und das Leben hier, sondern auch die Leute und die Arbeit in der Agentur.

Natürlich weiß ich auch, dass ich, sobald ich wieder zu Hause und im Studium bin, schnell vergessen werde, dass ich jetzt lieber hier bleiben würde, doch das lassen wir jetzt mal beiseite.

Am Wochenende war ich mit einer Freundin auf einem Treffen ihrer alten Schule. Ihre alte Schule gibt es seit letztem Jahr nicht mehr, sie wurde abgerissen.
In diesem Zusammenhang habe ich mich gefragt, ob ein Schulgebäude für Absolventen später einmal wichtig sein kann. Wenn die Schule an der man jahrelang Zeit verbracht hat und Erfahrungen gesammelt hat, abgerissen wird, vermisst man sie dann? Sind die Erinnerungen an ein Gebäude gebunden?
Ich glaube nicht. Ich glaube, dass ich meine Erinnerungen in mir trage und kein Gebäude benötige um sie zurück zu rufen. Nun steht meine Schule aber auch noch... Das Gebäude zumindest. Ich denke so ein Gegenstand kann das Erinnern vereinfachen, aber ist nicht Ursprung einer Erinnerung.

Nun genug davon, hier noch ein kleines Fundstück aus dem Netz:
ich stehe auf V8 Motoren. Und ich mag es zu kochen. Eine Kombination der beiden ist da doch perfekt, oder?

Samstag, 12. September 2009

Film des Jahres 2009?

Ich habe gestern endlich den langerwarteten Film "District 9" gesehen. Nachdem die Promotion für den Film mit komplett geiler Homepage D-9 mich schon sehr für den Film begeistern konnte, habe ich extra KEINE Informationen zu der Story gesucht, damit ich komplett unbedarft in den Film eintauchen konnte.

Und ich muss sagen, das war eine sehr gute Entscheidung!



Wie der Trailer, den ich als einziges vorher gesehen habe, schon zeigt, handelt der Film von Menschen, Aliens und deren Zusammenleben...

Ich möchte gar nicht so sehr auf die Story eingehen, damit ihr euch den Film in Ruhe ansehen könnt. Soviel sei gesagt, der Kinobesuch war es vollkommen wert und ich hoffe inständig, dass ein zweiter Teil produziert wird, der mindestens genau so gut ist.

Also nominiere ich den Film hier, noch vor "Inglorious Basterds" als Film des Jahres 2009.

Donnerstag, 10. September 2009

Ein paar Fragen zum Internet - Antworten für Brainblogger

Hier möchte ich die ersten 9 Fragen, die es beim Brainblogger gibt aufgreifen und nach meinem Gutdünken beantworten. Morgen werde ich versuchen die letzten 6 zu beantworten.

1. Welchen Mehrwert gibt dir/uns das Internet?
Wie definierst du für dich „das Internet“? Was gibt dir das Internet im Berufs- und Privatleben?


Internet für mich ist ein Zugang zu einem Netzwerk, dass mir vor allem eines bietet: Informationen. Sowohl im Privatleben, als auch im Berufsleben (naja Praktikanten-Leben) nutze ich das Internet primär zur Informationsbeschaffung. Privat folgt der Information jedoch sofort die Unterhaltung und Kommunikation. Die erhaltenen Informationen möchte ich schließlich mit meinen Freunden und Bekannten teilen. Da auch ich irgendwann einen Information Overload erlange, muss das Netz auch für seichte Unterhaltung herhalten, vor allem, da ich zur Zeit weder Fernsehen noch Radio besitze.

2. Was macht dir und anderen Angst im Internet?
Welche Gefahren siehst du im Internet? Wovon siehst du dich oder andere Menschen bedroht?


Gefahren im Netz sehe ich darin, dass viele User nicht wissen, wie sie mit den von ihnen preisgegebenen Informationen umgehen sollen, bzw. was besser nicht preis gegeben werden sollte. Was einmal in diese vernetzte Welt der Informationen eingespeist wurde, bleibt dort bestehen. Nicht immer sichtbar, aber immer auffindbar. Mir persönlich macht es Angst, wie leichtsinnig und naiv vor allem junge Mädchen mit Informationen zu ihrem eigenen Leben umgehen. Hier sollten die Eltern sensibilisiert werden, um dem vorzubeugen.

3. Was macht das Internet so „anders“?
Was genau unterscheidet das Internet zu den bisherigen bekannten Informationsträgern der Menschheit?


Für mich ist der wesentliche Unterschied die Geschwindigkeit, die Informationen durch das Internet annehmen können um verbreitet zu werden und die Grenzenlosigkeit. Da es sich um ein (nahezu) globales Netz handelt, kann man sich auch über nahezu jedes Ereignis auf der Welt informieren, so man denn genug Zeit für die Suche aufwendet.

4. Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat das Internet?
Welche Chancen aber auch welche Risiken birgt die neue Art der Informationsfülle und –vernetzung für die globale Gesellschaft?


Eine große Auswirkung auf die Gesellschaft meiner Meinung nach ist, dass die Informationsfülle die Menschen hinweg zu spülen droht. Man sieht sich in seinem Alltag einer derartigen Menge an Informationen gegenüber, dass es vielen schwer fällt das wichtige vom unwichtigen zu trennen. Auch verlagert sich die soziale Interaktion von der realen Welt in die virtuelle Welt. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Gesellschaft nur noch aus Nerds besteht die nur virtuelle Freunde haben, aber wenn jeder mal nachschaut, wieviele "Online"-Freunde er hat, die er nicht persönlich kennt, versteht man vielleicht, was ich meine.

5. Was bedeutet Freiheit im Internet?
Sind ausnahmslos alle Inhalte erlaubt? Wer entscheidet das? Was macht die Freiheit von Informationen so wichtig und was geschieht, wenn die Freiheit nicht gewährleistet wird?


Freiheit im Internet bedeutet für mich, Zugang zu jeder Information, die ich haben will mit einer kleinen Ausnahme. Aber diese Ausnahme ist glaube ich der Knackpunkt dieser Frage: Natürlich möchte ich keine kinderpornografischen Materialien oder Mitschnitte von Hinrichtungen oder ähnliches sehen, bzw. finden. Das widerstrebt nicht nur meiner Persönlichkeit sondern ist sogar gesetzlich verboten. Ausserdem ist es gesellschaftlich gesehen moralisch verwerflich.
Leider ist das Moral-Argument kein echtes Argument, denn Moral ist meiner Meinung nach nur der Ausdruck des gesellschaftlich Anerkannten und Tolerierten. Da eine Gesellschaft jedoch kein statisches Gebilde ist, ist auch die Moral nicht statisch.
Auch kann ich nicht argumentieren, dass ich nur Informationen erhalten möchte, für die kein Mensch verletzt wurde, da Kriegsberichte, Nachrichten über Morde, etc. dann alle wegfallen würden (überspitzt ausgedrückt).
Ich sehe mich daher auch nicht in der Lage, zu bewerten, wo die Freiheit aufhört und was geschehen sollte, wenn diese nicht gewährleistet ist.

6. Informiert das Internet wirklich „besser“?
Sind wir durch die Masse und Vielfalt an Informationen wirklich auch „besser“ informiert? Wie definiert man überhaupt sinnvolle Information? Wie schützen wir uns vor Manipulation und ist das überhaupt möglich?


Ich glaube nicht, dass das Internet prinzipielle "besser" informiert. Eher ist es so, dass jedem Menschen eine höhere Auswahl an Informationen zur Verfügung steht. Doch darin liegt auch die Problematik, denn diese Informationen müssen gefiltert werden, besser wäre es sogar, wenn sie noch geprüft und verifiziert werden könnten. Doch das würde einen Zeitaufwand bedeuten, den heutzutage nur wenige auf sich nehmen können.
Dennoch glaube ich, dass man sich über das Internet mit einigem Aufwand durchaus "besser" informieren kann, als durch die alten Medien, vor allem aber schneller und aktueller. Und was ich sehr wichtig finde: Aus verschiedenen Quellen heraus, um ein möglichst breiten Blick für eine Angelegenheit zu erhalten. Sich vor Manipulationen zu schützen ist nicht einfach, wenn überhaupt möglich. Ich persönlich vertraue auf bewährte Quellen und teste neue lange aus, bevor ich vorbehaltlos akzeptiere, was mir dort geliefert wird.

7. Wie verändert das Internet den Journalismus?
Was bedeutet die Konkurrenz von den „Echtzeitreportern“ und „Hobbykommentatoren“ für den Journalismus und den Nachrichtenkonsumenten? Welche Rolle kann/muss der Journalismus in Zukunft besetzen? Wem dient der Journalist eigentlich und wem sollte er dienen?


Der Journalismus wird durch das Internet beschleunigt. Wurden früher die Nachrichten des Tages um 20 Uhr bekannt gegeben, kann man sich heutzutage in Echtzeit über Ereignisse und Entwicklungen informieren. Die Aufgabe, die ich für Journalisten heutzutage sehe ist die eines Filters und eines Verifizierers. Informationen die das Internet anbietet sollten nach Relevanz, Impact gefiltert und verifiziert werden. Möglichst durch verschiedene Quellen bestätigt und dann für mich als Endverbraucher aufbereitet, so dass ich sie verstehen kann. Mir fällt auf, dass vor allem im Printjournalismus häufig nicht mehr für die Leser geschrieben wird, sondern für die Kollegen. (Ich möchte keinem Journalisten zu nahe treten, doch den Eindruck habe ich nun einmal) Und ich bin der Meinung, dass sich dies wieder ändern muss. Journalisten sollten für die Zielgruppe arbeiten und die Zielgruppe sollte die Öffentlichkeit "breites Volk" sein.

8. Wie sind Links zu behandeln?
Unterliegen Links der Ökonomie der Aufmerksamkeit? Wie gehen wir in Zukunft mit Links um? Sind Links tatsächlich eine Währung mit? Was geschieht bei Link-Baits? Ist eine Information weniger wert/relevant, wenn sie weniger verlinkt wird? Wo stecken Alternativen?


Links sind meiner Meinung nach keine Währung, aber ein Indiz für eine interessante Informationsquelle. Doch würde ich nicht sagen, dass eine Information weniger wert ist, wenn sie nicht so oft verlinkt ist. Da die Relevanz/Wertigkeit einer Information von User zu User unterschiedlich ist, kann eine kaum verlinkte für das Gros der Internetnutzer irrelevante Information für eine kleine Gruppe durchaus sehr interessant und relevant sein.

9. Wie behandeln wir Urheberschaft?
Werden Informationen und Werke freier bzw. befreiter? Wie originär sind Ideen und Gedanken? Kann man Eigentum an Ideen beanspruchen und wer entscheidet das? Wer entscheidet über zufällige Parallel-Ideen? Welche Alternativen gibt es zu juristischen Repressalien?


Ich persönlich finde es wichtig die Urheber eines Gegenstandes, das können Informationen, Musik, Film, etc. sein, zu honorieren. Das Gedankengut zu schützen ist eine bedeutende Aufgabe, die sich jedoch nicht leicht erfüllen lässt. Informationen und Werke werden befreiter und ich denke jeder der seine Gedanken ins Netz speist, sollte wissen, dass sie dann Gemeingut geworden sind und man nur hoffen kann, dass die eigene Person als Quell dieser Gedanken am Ende noch erkannt wird. Ich befürworte das Kopieren der Ideen anderer nicht, denke jedoch, dass die Konkurrenz die durch das Internet massiv gestiegen ist, die Menschheit antreibt in kürzerer Zeit mehr zu entdecken/ erfinden.

Soweit erstmal von mir.

Gruß

David

Mittwoch, 9. September 2009

Tag der Geburt

Der 09.09.2009, ein Datum an dem viele Paare heiraten. Andere versuchen heute ihr Glück im Lotto, oder nehmen diesen Tag als einen von vielen anderen Tagen hin.

Für mich ist dies der Tag meiner Geburt. Der Tag an dem ich mich dem Netz öffne und es riskiere, Einblick in mein Leben zu lassen. Der Tatsache bewusst, dass nichts, was im Netz einmal erwähnt wurde, je wieder wirklich verschwinden wird, habe ich mich dazu entschlossen diesen blog zu starten.

Nachdem ich eh schon viel mehr als mir lieb ist auf diversen Social Networks preis gegeben habe und seit einigen Wochen auch Twitter aktiv nutze (Sehr zum Unmut mancher Freunde bei StudiVZ), war es eigentlich eine logische Folge einen eigenen blog zu eröffnen.

Ich hoffe nur, ich schaffe es einigermaßen interessante Themen einfließen zu lassen und eine kleine Leserschaft begeistern zu können. Die Themen werden wahrscheinlich sehr stark aus dem Web, IT und PR Bereich sein, da diese vor allem jetzt eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben spielen.
Doch auch alltägliche Dinge werden sehr wahrscheinlich Erwähnung finden und den Leser langweilen, erheitern, beschäftigen, aufklären, aufregen oder gar keine Gefühlsregung auslösen.

Wie dem auch sei, der erste Schritt ist getan.

Zu meiner Person:

Mein Name ist David. Ich bin Student des Kommunikationsmanagements. Als Jahrgang 84 habe ich bereits ein bisschen Zeit auf diesem Planeten verbringen können.

Ein älteres Bild von mir:

Zur Zeit absolviere ich ein Praktikum bei Hill & Knowlton in Berlin. 3 Monate läuft das Praktikum insgesamt, oder sollte ich besser sagen lief es nun bald? Denn Ende September ist meine Zeit hier in Berlin vorbei. Zum Glück war es ein guter Sommer in Berlin, bei dem ich viele neue Menschen und viel Neues aus der PR Branche lernen konnte.

Soviel für den Anfang, ich muss mir ja ein paar Themen für andere Posts aufbewahren.

Gute Nacht,

David